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Kann man Heizkörper einfach austauschen?

Inhaltsverzeichnis:

  1. Kann man Heizkörper einfach austauschen?
  2. Was kostet es einen Heizkörper austauschen zu lassen?
  3. Ist es sinnvoll alte Heizkörper austauschen?
  4. Wer tauscht Heizkörper aus?
  5. Welche Heizkörper sind nicht mehr zulässig?
  6. Was ist besser Rippen oder flachheizkörper?
  7. Werden Heizkörper von der BAFA gefördert?
  8. Was Kosten 10 neue Heizkörper?
  9. Was ist besser Rippenheizkörper oder flachheizkörper?
  10. Wann muss Vermieter alte Heizkörper austauschen?
  11. Was darf ein Heizkörper Kosten?
  12. Welche Heizkörper müssen 2023 ausgetauscht werden?
  13. Welche Heizungen sind ab 2023 verboten?
  14. Was bringt Folie hinter Heizkörper?
  15. Warum gibt es keine Rippenheizkörper mehr?

Kann man Heizkörper einfach austauschen?

Es existieren zahlreiche Gründe, die es erforderlich machen, alte Heizkörper zu tauschen. Angenommen, Sie möchten die Heizung erneuern, dann lohnt es sich dabei nicht nur die Heizungsanlage selbst zu modernisieren, sondern ebenso die Effektivität der Heizkörper zu prüfen. Sollten gar Schäden an den Bauteilen vorhanden sein, so ist ein Wechsel zwingend erforderlich. Aber auch Rost, Dellen und nicht zu reinigende Stellen können zu einem Austausch führen. Es stellt sich nun die Frage, ob Sie diesen selbst durchführen oder einen Heizungsinstallateur beauftragen sollen. Wir haben für Sie beide Varianten miteinander verglichen und geben eine Schritt für Schritt Anleitung für die Montage. Doch eines bereits vorab: Nur wer über ausreichende Fachkenntnisse im Bereich Heizungsbau verfügt, sollte selbst Hand anlegen. Andernfalls drohen nicht nur erhebliche finanzielle Schäden, sondern auch Gefahr für die Gesundheit.

Um das passende Modell auszuwählen, ist es wichtig, den Energiebedarf zu kennen. Eine falsche Dimensionierung ist eine der häufigsten Ursachen für überteuerte Heizkostenabrechnungen. Denn wird die Energiebedarfsrechnung zu hoch angesetzt, verbraucht die Heizung unnötig viel von dem genutzten Brennstoff. Bei einer zu geringe Dimensionierung hingegen erreicht der Wohnraum nicht die gewünschte Wärme. Die Brechnung gestaltet sich komplex und ist von einem Fachmann durchzuführen. Die folgenden Beispiele dienen als grober Richtwert.

Was kostet es einen Heizkörper austauschen zu lassen?

Da Flachheizkörper eine andere Heizleistung haben als Rippenheizkörper, ist es sinnvoll, sich die Größe der benötigten Heizkörper von einem Fachmann ausrechnen zu lassen. Es macht natürlich wenig Sinn, die Heizkörper mit veralteten Ventilen zu betreiben. Daher sind auch diese zu ersetzen. Ferner gehören heute Absperrhähne an die Heizkörper, damit später ein Austausch möglich ist, ohne das Warmwasser aus der Anlage ablassen zu müssen. Die Kalkulation besteht aus drei Posten:

  • Die Anschaffungskosten für die Flachheizkörper betragen circa 120 Euro je Quadratmeter des Körpers.
  • Ein Ventilsatz kostet etwa 15 Euro.
  • Für einen Absperrhahn sind acht Euro einzukalkulieren.

Ist es sinnvoll alte Heizkörper austauschen?

Am Anfang steht meist die Frage: Muss ich meine Heizkörper austauschen lassen? Abgesehen von Lecks, durchgerosteten Stellen oder anderen offensichtlichen Mängeln können Sie diese Frage mit Ja beantworten, wenn Ihre alten Heizkörper …

  • nach einer Heizungsmodernisierung oder energetischen Sanierung ungeprüft weiter in Betrieb bleiben. Sie passen meist nicht mehr zum Heizbedarf des erneuerten Heizkessels (sanierten Gebäudes) und haben anders bemessene Heizflächen sowie einen abweichenden Wasserbedarf.
  • nicht mehr zum neu eingebauten Wärmeerzeuger wie etwa Wärmepumpe oder Solarthermieanlage passen, die mit niedrigeren Vorlauftemperaturen arbeiten.
  • für unnötig schlechtes Raumklima sorgen und gegebenenfalls fußkalte Böden erzeugen.
  • an Stellen platziert wurden, die nach einer energetischen Sanierung/ Dämmung nicht mehr sinnvoll sind, zum Beispiel in kalten Fensternischen mit Wärmebrücken, wo Wärme an die Außenseite des Gebäudes verloren geht.
  • Ablagerungen aus Kalk und Schmutz im Inneren der Heizkörper einen effizienten und kostensparenden Betrieb der modernisierten Heizungsanlage verhindern.

Wer tauscht Heizkörper aus?

Der Heizkörpertausch durch den Profi ist eine schnelle und saubere Sache. Wenn die Abstände zwischen den Heizungsrohren passen und die Ventile normgerecht ausgeführt sind, schafft das der Heizungsbauer in etwa einer Stunde – auch wenn noch Wasser im System ist.

In der Praxis können zwei Problemfälle auftreten: Die Rohrabstände passen nicht oder die von der Norm vorgeschriebenen Absperrventile fehlen. Beides lässt sich jedoch lösen. Zum einen gibt es Spezialheizkörper mit Rohrabständen auf Maß. Flexible Fertigungsanlagen ermöglichen die Herstellung solcher individualisierten Produkte zu einem geringen Aufpreis. Alternativ kann der Handwerker bei kleinen Abweichungen der Rohrabstände auch mit Zwischenstücken montieren. Bei größeren Differenzen muss er jedoch Änderungen an den Rohrleitungen vornehmen.

Der zweite Problemfall, das Fehlen von eigentlich vorgeschriebenen Absperrventilen, lässt sich wie folgt lösen: Der Heizungsbauer legt eine Kühlmanschette um die Rohre und verbindet sie mit einer speziellen Kältemaschine. So wird das Wasser in der Leitung eingefroren und der Heizkörpertausch kann wie oben beschrieben erfolgen. Und das vorgeschriebene Absperrventil lässt sich dabei auch gleich montieren.

Welche Heizkörper sind nicht mehr zulässig?

Die gesetzliche Austauschpflicht für über 30 Jahre alte Öl- und Gaskessel gilt für alle Besitzer älterer Ein- und Zweifamilienhäuser, die ihre selbst genutzten Häuser nach dem 1. Februar 2002 übernommen haben. Das gilt auch für Erben, die schon länger im Haus wohnen, es aber erst nach dem Stichtag geerbt haben.

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt fest, dass alle Öl- oder Gaskessel ausgetauscht werden müssen, die ...

  • älter als 30 Jahre sind: Stand 2023 ist Ihre Heizung von einem Austausch betroffen, wenn das Baujahr Ihrer Ölheizung 1993 und älter ist.
  • Konstanttemperaturtechnik verwenden. Diese Heizkessel heizen besonders ineffizient und verbrauchen deutlich mehr Energie als nötig. Heizkessel, die auf Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik basieren, dürfen hingegen weiterhin betrieben werden und sind nicht von der Austauschpflicht betroffen.
  • eine Heizleistung von 4 bis 400 kW haben. Umgekehrt bedeutet das: Alle Kessel mit einer kleineren oder höheren Heizleistung sind von der Austauschpflicht ausgenommen.

Was ist besser Rippen oder flachheizkörper?

Heizkörper in Flachbauweise, sogenannte Flachheizkörper, sind energieeffizient und lassen sich auch in kleinen Räumen gut einpassen. Flachheizkörper arbeiten zum größten Teil mit Strahlungswärme, ein kleiner Teil der Wärmeenergie wird aber auch als Konvektionswärme in den Raum abgegeben. Hier erklären wir, wie sie genau funktionieren und welche Vorteile die Verwendung moderner Flachheizkörper für Sie bieten kann.

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Werden Heizkörper von der BAFA gefördert?

Sandra Duy Finanztip-Expertin für Energetische Sanierung

Aktualisiert am 10. Juli 2023 340.586 mal angesehen92% fanden diesen Ratgeber hilfreich

Was Kosten 10 neue Heizkörper?

Jeder Heizkörper wird einmal alt und muss irgendwann auch ausgetauscht werden. Hier sind einige Tipps, wann es sich lohnen kann, einen alten Heizkörper auszutauschen:

  • Sind die Heizkörper stark verkalkt? Dann steigen zunehmen auch die Heizkosten. Ein guter Grund, die Heizkörper auszutauschen.
  • Rost und Beschädigungen sind ein weiteres Zeichen für einen Austausch. Durch derartige Beschädigungen steigen die Heizkosten. Bei äußeren Schäden kann die Heizung in vielen Fällen lackiert werden. Ist dies möglich, muss sie nicht ausgetauscht werden.
  • Wurde eine neue Heizung eingebaut oder eine energetische Sanierung durchgeführt, dann passen die alten Heizungen meistens nicht mehr zum neuesten Stand der Technik. Durch eine Sanierung sinkt die Heizleistung deutlich. Alte Heizkörper sind daher zu groß und treiben die Heizkosten unnötig in die Höhe.

Die Kosten für einen neuen Heizkörper hängen von verschiedenen Faktoren ab:

  • Heizkörperart-, Größe und Anzahl
  • welche Arbeiten für den Austausch anfallen
  • ob ein hydraulischer Abgleich notwendig ist
  • welche Förderung man bezieht

Was ist besser Rippenheizkörper oder flachheizkörper?

Heizkörper gibt es sowohl als Glieder- und Plattenradiatoren in allen Maßen und RAL-Farben. Welcher Heizkörper-Typ ist empfehlenswert?Plattenradiatoren sind aufgrund ihrer hohen Energieeffizienz, ihres geringen Gewichts und ihrer kompakten Bauweise zweifellos die beste Lösung. Moderne Gliederheizkörper aus Rohren können aber für Spezialanforderungen die bessere Wahl sein – zum Beispiel als Handtuchhalter im Bad.

Ist es sinnvoll, Heizkörper unter dem Fenster einzubauen?Das war früher üblich, ist aber heute aus Gründen der Energieeffizienz nicht mehr empfehlenswert. An Fensterflächen entstehen die größten Wärmeverluste. Außerdem sind die Außenwände in Fensternischen dünner und somit auch schlechter gedämmt. Wer einen Altbau sanieren möchte, sollte daher die Fensternischen besser ausmauern und dämmen und einen kompakten Plattenradiator vor der Wand montieren. Noch besser wäre es, einen anderen Platz für den Heizkörper zu finden, der möglichst weit vom Fenster weg sein sollte. Dies ist jedoch in der Regel nur dann realisierbar, wenn auch alle Heizungsrohre ausgetauscht und neu verlegt werden.

Wann muss Vermieter alte Heizkörper austauschen?

Alte Rippen-, Porzellan- und Gliederheizkörper aus den 1950er- bis 1970er-Jahren werden heute häufig durch energieeffizientere Plattenheizkörper ausgetauscht. Im Sanitärbereich wiederum werden auch aus Stahlrohr hergestellte Röhrenheizkörper als praktische Handtuchtrocknerimmer beliebter. Alte Heizkörper können von professionellen Fachbetrieben auch verkleidet werden, um Wohnraum optisch passend zu erneuern sowie zusätzliche Abstellflächen und Sitzmöglichkeiten zu schaffen. Alte Heizkörper zu entsorgen ist gleichermaßen eine Aufgabe für Profis.

Für den Austausch von Heizkörpern gibt es gleich mehrere gute Gründe. In vielen Häusern und Wohnungen nehmen ausladende alte Heizkörper zu viel Platz ein und auch die Heizleistung lässt über die Jahre oft kontinuierlich nach. Speziell ältere Modelle weisen zudem nach langem Gebrauch häufig so viel Rost und Korrosion auf, dass sich ein langwieriges und mühsames Abschleifen und ein ebenso zeitintensiver neuer Anstrich kaum noch lohnen. Heizkörper in Altbauten sind mitunter auch eng unter Fensterbänken oder unzugänglich in Zimmerecken angebracht, sodass es fast schon unmöglich ist, bei solchen Heizkörpern die alte Farbe voll und ganz zu entfernen. Neben ästhetischen und platzsparenden Aspekten sprechen aber vor allem energetische und damit ökonomische Erwägungen für den rechtzeitigen Austausch alter Heizkörper: Bereits ansatzweise defekte oder veraltete Heizkörper erzielen die gewünschte Wärme nur langsam und verteilen sie nicht gleichmäßig im Raum.

Was darf ein Heizkörper Kosten?

Eine konventionelle Heizung mit Heizkörpern im Raum (nicht die Fußbodenheizung) überträgt über die Flächen der Heizkörper die Wärme aus dem Kessel in die Räume des Hauses. Dazu schickt die Pumpe das aufgeheizte Wasser durch das komplette System. Das Wasser durchströmt jeden einzelnen Heizkörper und die thermische Energie ab. Die Heizkörper wiederum geben die Wärme als Strahlungs- und/oder Konvektionswärme an den Raum ab.

Es gibt heute unterschiedlichste Ausführungsvarianten für solche Heizkörper. Deren Auswahl hängt auch davon ab, wie sie im Raum platziert werden und wie hoch die benötigte Heizlast ist. Daher sind mehrere Aspekte bei den Kosten von Heizkörpern zu berücksichtigen. Preisbildend wirken sich vor allem die Größe, die Ausführungsart und manchmal auch das Material aus. Hier ein grober Überblick:

  • Gliederheizkörper: ~250 – 400 Euro
  • Plattenheizkörper: ~100 – 300 Euro
  • Röhren- oder Badheizkörper: ~100 – 250 Euro
  • Konvektoren (Unterflur): ~750 – 2.500 Euro
  • Konvektoren (Überflur): ~150 – 500 Euro
  • Niedertemperaturheizkörper: ~500 – 1.000 Euro

Welche Heizkörper müssen 2023 ausgetauscht werden?

Unter das Gebäudeenergiegesetz fallen Heizungen, die mit Öl und Gas betrieben werden. Weil sie nach 30 Jahren nicht mehr den energetischen Standards entsprechen und auch nicht mehr effizient arbeiten, müssen sie ausgetauscht werden. Auch sogenannte Konstanttemperaturkessel sind betroffen – wenn sie eine Heizleistung von bis zu 400 Kilowatt haben und älter als 30 Jahre sind.

Ebenfalls müssen Heizkörper ausgetauscht werden, wenn einzelne Teile der Anlage älter als 30 Jahre sind. Entscheidend ist aber grundsätzlich das Alter.

Welche Heizungen sind ab 2023 verboten?

Das Bundeskabinett hat vorige Woche den Gesetzentwurf zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) verabschiedet. Gleichzeitig wurde das neue Förderkonzept für den Heizungstausch veröffentlicht. Ab 2024 können Haushalte demnach bis zu 50 Prozent Förderung für den Einbau einer klimafreundlichen Heizung bekommen. Das Gesetzgebungsverfahren ist aber noch nicht am Ende. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen - das soll noch vor der Sommerpause passieren, damit das neue GEG Anfang 2024 in Kraft treten kann.

Weitere Änderungen an den Gesetzesplänen sind also möglich. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat bereits Ausnahmeregelungen für Krankenhäuser, Pflege- und Reha-Einrichtungen vom Verbot von Gasheizungen angekündigt. „Wir werden nicht zulassen, dass steigende Energie- und Heizkosten Krankenhäuser in ihrer Existenz gefährden“, sagte Lauterbach am Wochenende der „Bild am Sonntag“.

Was bringt Folie hinter Heizkörper?

Sinnvoll oder nutzlos?

Handelsübliche Alufolie oder spezielle Reflexionsfolie, die hinter dem Heizkörper angebracht werden können, sollen angeblich vor einem Wärmeverlust schützen und gleichzeitig zu sinkenden Energiekosten führen. Doch ist dem wirklich so?

Warum gibt es keine Rippenheizkörper mehr?

Wie wir im Kapitel zuvor erfahren haben, gibt es einige Punkte, die gegen alte Heizkörper und für einen Heizkörperaustausch sprechen. Doch halten die modernen Exemplare das, was von ihnen erwartet wird? Schauen wir uns die vier Hauptprobleme einmal etwas genauer an.

1. ProblemIst ein moderner Heizkörper träge? Nein. Er benötigt wesentlich weniger Anlaufzeit und reagiert flexibler auf veränderte Temperaturwünsche und –verhältnisse. ✓