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Wie hoch ist der Selbstbehalt für Unterhaltspflichtige Vater?

Inhaltsverzeichnis:

  1. Wie hoch ist der Selbstbehalt für Unterhaltspflichtige Vater?
  2. Wie hoch ist der Selbstbehalt 2023 Unterhalt?
  3. Wann Selbstbehalt 1400 Euro?
  4. Wie hoch ist der aktuelle Selbstbehalt?
  5. Ist bei dem Selbstbehalt die Miete enthalten?
  6. Wird die Miete auf den Unterhalt angerechnet?
  7. Was ändert sich 2023 beim Unterhalt?
  8. Kann ich meine Miete vom Unterhalt abziehen?
  9. Wie viel Geld muss einem Unterhaltspflichtigen selbst zum Lebensunterhalt bleiben?
  10. Was reduziert den Kindesunterhalt?
  11. Was kann man alles vom Unterhalt abziehen?
  12. Wird der Selbstbehalt 2024 erhöht?
  13. Was mindert den Kindesunterhalt?
  14. Was reduziert den Unterhalt?
  15. Was darf beim Unterhalt nicht angerechnet werden?

Wie hoch ist der Selbstbehalt für Unterhaltspflichtige Vater?

Wer Unterhalt schuldet, darf einen bestimmten Betrag seines Einkommens für sich behalten. Diesen Betrag nennt man den “Selbstbehalt“. Er stellt eine absolute Grenze für die Unterhaltszahlung dar.

Beispiel: Der Unterhaltspflichtige Ehemann hat ein anrechenbares Nettoeinkommen von 1.900,- Euro, die Ehefrau hat kein Einkommen. Eigentlich müsste der Ehemann ihr 45% der Differenz als Trennungsunterhalt zahlen, also 855,- Euro monatlich. Wegen seines Selbstbehalts von 1.510,- Euro muss bzw. kann er aber nur 390,- Euro zahlen.

Führt die Berücksichtigung des Selbstbehalts dazu, dass der eigentlich geschuldete Unterhalt nicht in voller Höhe gezahlt werden kann, so liegt ein so genannter ” Mangelfall ” vor. In einem Mangelfall unterliegt die Unterhaltsberechnung besonderen Regeln.

Wie hoch ist der Selbstbehalt 2023 Unterhalt?

Die Düsseldorfer Tabelle findet ihre Bedeutung im Unterhaltsrecht. Vor allem – wenn auch nicht ausschließlich – nach einer Scheidung müssen die finanziellen Verhältnisse der Beteiligten (neu) geregelt werden. Das Unterhaltsrecht gesteht Bedürftigen, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können, insofern einen Unterhaltsanspruch zu. So soll verhindert werden, dass bei Menschen, die in einem unterhaltspflichtigen Verhältnis zueinander stehen, ein finanzielles Ungleichgewicht entsteht und der eine in finanzielle Schwierigkeiten gerät, während der andere ohne Sorgen leben kann.

Das Gesetz bestimmt in § 1610 BGB, dass sich das Maß des zu gewährenden Unterhalts nach der Lebensstellung des Bedürftigen richtet. Genaue Zahlen zur Höhe des Unterhaltsanspruchs enthält es jedoch nicht.

Deshalb werden seit 1962 Leitlinien zur Höhe des Unterhalts einheitlich in der sog. Düsseldorfer Tabelle festgelegt, um willkürlich erscheinende Urteile zu vermeiden.

Maßgeblich betrifft die Düsseldorfer Tabelle den Kindesunterhalt in seinen verschiedenen Formen (Minderjährige, Volljährige, (nicht) im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils lebende Kinder).

Genaue Informationen zur Berechnung des Kindesunterhalts finden Sie hier.

Über den Kindesunterhalt hinaus enthält die Düsseldorfer Tabelle jedoch auch Vorgaben bzgl. Ehegattenunterhalt und weiteren Verwandtenunterhalt, z.B. Elternunterhalt. Letzterer wird aber nur relevant bei Verwandten in gerader Linie (Kinder-Eltern-Großeltern-Urgroßeltern).

Wann Selbstbehalt 1400 Euro?

Aktualisiert am 28. Juli 2023 4,0 Mio. mal angesehen

Das Wichtigste in Kürze

Wie hoch ist der aktuelle Selbstbehalt?

Zusammen mit den Unterhaltsbeträgen der neuen Düsseldorfer Tabelle 2023 wurden auch erstmalig seit 2020 die Selbstbedarfe wieder angehoben. Diese finden Sie unten in der Tabelle – Beträge in Klammern gelten noch bis 2022.

Wie hoch der Selbstbehalt ausfällt, hängt im Wesentlichen von der Rangfolge im Unterhaltsrecht ab, also wem gegenüber der Unterhalt zu leisten ist. Kindern gegenüber ist der Selbstbehalt geringer als unterhaltsberechtigten Ehegatten oder Eltern gegenüber.

Selbstbehalt seit 01.01.2023 – Beträge bis Ende 2022 sind in ( ) gesetzt.

Grundsätzlich wird beim Eigenbedarf zwischen dem notwendigen und dem angemessenen Selbstbehalt unterschieden.

Ist bei dem Selbstbehalt die Miete enthalten?

Die  Düsseldorfer Tabelle, die die Regelsätze für den Kindesunterhalt sowie die Selbstbehaltssätze für den Unterhaltspflichtigen festlegt, wurde zum 1.1.2023 angepasst. Die Anhebung der Bedarfssätze minderjähriger Kinder (1. – 3. Altersstufe) beruht auf der Erhöhung des Mindestbedarfs gemäß der Fünften Verordnung zur Änderung der Mindestunterhaltsverordnung v. 30.11.2022. 

Der Mindestunterhalt eines Kindes

  • bis Ende des sechsten Lebensjahres (= 1. Stufe) erhöht sich von 396  auf 437 EUR  monatlich
  • von sieben bis zum Ende des zwölften Lebensjahres (= 2. Stufe) von 455 auf 502 EUR monatlich und
  • ab dem 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit (= 3. Stufe) von 533 auf 588 EUR monatlich.

Diese Beträge entsprechen den Bedarfssätzen der ersten Einkommensgruppe (bis 1.900 EUR) der Düsseldorfer Tabelle. Die Bedarfssätze der zweiten bis zehnten Einkommensgruppe sind entsprechend erhöht worden. Sie wurden in der zweiten bis fünften Einkommensgruppe um je 5%  und von der sechsten bis zehnten Einkommensgruppe um je 8% des Mindestunterhalts angehoben

Wird die Miete auf den Unterhalt angerechnet?

Unterhaltsregelungen werden in erster Linie im Sinne des zu versorgenden Kindes getroffen und orientieren sich am Einkommen der Eltern. Diese haben die Pflicht, die Ihnen zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel für die Versorgung ihrer Kinder aufzuwenden. Doch muss das Einkommen eines Unterhaltspflichtigen bis zum letzten Cent in den Unterhalt fließen? Es gibt einen gesetzlich festgelegten Mindestbetrag, der dem zur Zahlung verpflichteten Elternteil monatlich für den eigenen Bedarf bleiben muss. Diesen Betrag zur Existenzsicherung nennt man Selbstbehalt.

Nach einer Scheidung kommt es oft dazu, dass ein Elternteil zur Zahlung von Kindesunterhalt verpflichtet ist. Der besser verdienende muss den geringer verdienenden Partner und besonders die gemeinsamen Kinder nach der Trennung weiterhin finanziell versorgen. Gerade wenn mehrere Kinder unterstützt werden müssen, kann der Unterhalt einen erheblichen Teil des Einkommens ausmachen.

Auf der einen Seite steht der zentrale Wunsch aller Eltern, ihre Kinder bestmöglich zu versorgen. Soweit der moralische Aspekt. Andererseits wirkt sich eine monatliche Unterhaltszahlung in vielen Fällen stark auf die finanzielle Situation aus. Die zu leistenden monatlichen Beträge werden auf Grundlage des Nettoeinkommens des Zahlungspflichtigen errechnet. Die aktuellen Richtwerte zur Unterhaltszahlung findet man in der Düsseldorfer Tabelle. Neben dem reinen Selbstbehalt lässt sich hier der sogenannte Bedarfskontrollbetrag ablesen, der bei höherem Einkommen – also ab der zweiten Einkommensgruppe – greift. Dieser Betrag ist nicht zu verwechseln mit dem Selbstbehalt. Er dient der ausgewogenen Verteilung des Einkommens auf die Elternteile und ihre gemeinsamen Kinder und bildet nicht das Existenzminimum ab.

Der sogenannte Selbstbehalt (auch Eigenbedarf genannt) legt dagegen pauschal fest, wie viel Geld dem Unterhaltszahlenden in jedem Fall zur Deckung der eigenen Bedürfnisse erhalten bleiben muss.

Nur die Einkünfte über diesem Selbstbehalt müssen also in den Unterhalt fließen.

Mit dem Selbstbehalt sollen die grundlegenden Bedürfnisse des Unterhaltspflichtigen abgedeckt werden können. Würde man Betroffene nach der individuellen Einschätzung ihres Existenzminimums fragen, fielen die Antworten sicher höchst unterschiedlich aus. Daher wurden gesetzliche Richtlinien festgelegt und mit den Jahren immer wieder an die Lebensrealität und die Lebensumstände Unterhaltspflichtiger angepasst.

Bei der Höhe des Selbstbehalts werden verschiedene Konstellationen berücksichtigt:

  • So gibt es den  “Selbstbehalt für Erwerbstätige, die minderjährige Kinder haben”.
  • Volljährige unverheiratete Kinder unter 21 Jahre, die noch bei den Eltern leben und sich in der Schulausbildung befinden, werden bei der Unterhaltsberechnung Minderjährigen gleichgestellt. Sie gelten als „privilegierte Volljährige“.
  • Bei anderen volljährigen Kindern steigt der Selbstbehalt um einige Hundert Euro pro Monat an – dieser wird als „großer“ oder „angemessener Selbstbehalt“ bezeichnet.
  • Ist der Unterhaltszahler arbeitslos, ist der Selbstbehalt niedriger. Hier spricht man auch vom „kleinen Selbstbehalt“.

Was ändert sich 2023 beim Unterhalt?

Getrennt lebende Väter oder Mütter müssen ihren Kindern im neuen Jahr mehr Unterhalt zahlen. Das ergibt sich aus der neuen Düsseldorfer Tabelle, an der sich üblicherweise die Familiengerichte bei der Festsetzung der Höhe der Unterhaltszahlungen halten. Der Mindestunterhalt minderjähriger Kinder beträgt ab dem 1. Januar bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres (1. Altersstufe) 437 statt bisher 396 Euro. Für die Lebensjahre vom 7. bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres (2. Altersstufe) 502 statt bisher 455 Euro und für die Zeit vom 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit (3. Altersstufe) 588 statt bisher 533 Euro monatlich. 

Diese Beträge sind die Bedarfssätze der ersten Einkommensgruppe (bis 1.900 Euro Nettoeinkommen) der Düsseldorfer Tabelle. Diese Erhöhung des Mindestunterhalts (Gruppe 1) führt zu einer Änderung der Bedarfssätze der zweiten bis zehnten Einkommensgruppe der Tabelle. Sie werden wie in der Vergangenheit in der zweiten bis fünften Einkommensgruppe um jeweils fünf Prozent und in der sechsten bis zehnten Einkommensgruppe um jeweils acht Prozent des Mindestunterhalts angehoben.

Der dem Unterhaltspflichtigen zu belassene notwendige Eigenbedarf beträgt für nicht erwerbstätige Unterhaltsschuldner*innen 1.120 Euro (statt bisher 960) und für erwerbstätigen Unterhaltsschuldner*innen 1.370 Euro (statt bisher 1.160). Bei Bemessung des notwendigen Selbstbehalts wurde ein Bedarfssatz von 502 Euro entsprechend dem Bürgergeld berücksichtigt.

Kann ich meine Miete vom Unterhalt abziehen?

Wie viel Geld muss einem Unterhaltspflichtigen selbst zum Lebensunterhalt bleiben?

Aktualisiert am 28. Juli 2023 4,0 Mio. mal angesehen

Das Wichtigste in Kürze

Was reduziert den Kindesunterhalt?

Viele Menschen müssen aufgrund von Kurzarbeit und Schließungen mit weniger Geld zurechtkommen als vor der Corona-Krise. Stehen dann auch noch Unterhaltszahlungen an, kann es ganz schön eng werden. Dürfen Betroffene den Unterhalt einfach kürzen?

Kurzarbeit, Freistellung oder sogar eine Kündigung können schnell Ebbe im Portemonnaie verursachen. Ändert sich das Einkommen des Unterhaltsschuldners, kann die Höhe des zu zahlenden Kindesunterhalts angepasst werden. Einfach so weniger oder gar nichts mehr zahlen, sollten Sie aber lieber nicht.

Was kann man alles vom Unterhalt abziehen?

Wie berechnet sich das bereinigte Nettoeinkommen?

Das bereinigte Nettoeinkommen ist nicht dem Nettoeinkommen, das dem Unterhaltspflichtigen vom Bruttolohn monatlich ausgezahlt wird. Stattdessen können bei der Unterhaltsberechnung zusätzliche Positionen in Abzug gebracht werden, um den Zahlungspflichten des Betroffenen Rechnung zu tragen. Zusätzlich können weitere Einkünfte aufgerechnet werden.

Welche Kosten kann ich bei der Unterhaltsberechnung abziehen?

Wird der Selbstbehalt 2024 erhöht?

Muss das Kindergeld vom Unterhalt abgezogen oder dazu gerechnet werden? – Bei den in der Düsseldorfer Tabelle angegebenen Werten handelt es sich zunächst nur um den Unterhaltsanspruch eines Kindes selbst, nicht jedoch um den tatsächlich zu zahlenden Betrag.

  • Väter oder Mütter, die den Unterhalt zahlen müssen, dürfen für ihre minderjährigen Kinder die Hälfte des Kindergelds abziehen.
  • Um also den tatsächlich zu zahlenden Betrag zu ermitteln, muss zunächst die Hälfte des Kindergeldes vom ursprünglichen Wert der Düsseldorfer Tabelle abgezogen werden.
  • Die wichtigsten Fragen zusammengefasst – Der Elternteil, bei dem sich das minderjährige gemeinsame Kind nach der Scheidung nicht ständig aufhält, muss Unterhalt für das Kind zahlen. Er zahlt sogenannten Barunterhalt. Mehr dazu » Das sind die aktuellen Mindestunterhaltssätze 2022: 396 Euro (bis 6 Jahre), 455 Euro (bis 12 Jahre), 533 Euro (bis 18 Jahre).

    Das sind neuen Sätze ab 1. Januar 2023: 437 (bis 6 Jahre), 502 Euro (bis 12 Jahre), 588 Euro (bis 18 Jahre. Zu den Mindestunterhaltssätzen » Die größte Schwierigkeit besteht in der Praxis darin, das unterhaltsrelevante Nettoeinkommen zu ermitteln. Es stimmt selten mit dem Nettoeinkommen auf der Gehalts- oder Lohnabrechnung überein.

    Mehr dazu » Das Kindergeld für ein minderjähriges Kind steht den Eltern zu – und zwar beiden Elternteilen je zur Hälfte, Es wird jedoch in voller Höhe an den Elternteil ausbezahlt, bei dem das Kind wohnt. Deshalb darf der Elternteil, der den Kindesunterhalt zahlen muss, die Hälfte des Kindergelds vom Unterhalt abziehen.

    Was mindert den Kindesunterhalt?

    Nach einer Trennung sollen die eigenen Kinder selbstredend nicht mehr als unbedingt nötig leiden. Dennoch ist es für einige Elternteile nur schwer möglich, den Kindesunterhalt in voller Höhe aufzubringen.

    In diesem Ratgeber erfährst du, mit welchen Tricks du den Unterhalt kürzen kannst oder den Unterhalt für ein leibliches Kind sogar ganz umgehst. Und hier warten tausende alleinerziehende Singles, dich jetzt kennenzulernen (gratis!) …

    Bedenke aber immer, dass es nicht der Ex-Partner ist, der das Geld nach Belieben ausgeben darf! Der Kindesunterhalt dient dazu, deinem Kind ein möglichst angenehmes Leben zu verschaffen, sodass es auch ganz nach eigenem Wunsch an kulturellen Veranstaltungen teilnehmen, angemessene Kleidung tragen und vielleicht einmal ein Eis essen kann. Auf keinen Fall darf der Kindesunterhalt für Anschaffungen des Ex-Partners ausgegeben werden, leider gibt es auch immer wieder solche Fälle.

    Wie viel Unterhalt du für dein Kind 2023 bezahlen musst, kannst du der Düsseldorfer Tabelle entnehmen. Du bist für deinen Nachwuchs auch dann noch unterhaltspflichtig, wenn dein Kind älter als 18 Jahre ist und noch nicht wirtschaftlich selbstständig. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn dein Sohn oder deine Tochter studiert oder eine Ausbildung in einer anderen Stadt aufgenommen hat. Die Höhe des Kindesunterhalts richtet sich nach dem Lebensalter deines Kindes, aber auch deine finanzielle Situation hat Einfluss darauf, wie viel Unterhalt du deinem Kind zahlen musst. Hier findest du im Übrigen alle Infos zum Thema Bürgergeld für Alleinerziehende.

    Es gibt gesetzliche Regelungen, wie viel Geld dir selbst als Elternteil monatlich zur freien Verfügung bleiben muss. Auch als Unterhaltspflichtiger hast du ein Recht darauf, selbst noch gut leben zu können, obwohl du dich von deinem Partner oder deiner Partnerin getrennt hast. Ein einfacher und häufig genutzter Trick, um den Unterhalt für das eigene Kind zu minimieren, ist es, die eigenen Lebenshaltungskosten zu erhöhen. Das kann zum Beispiel durch einen Umzug in eine größere Wohnung geschehen. Begründe deinen Wohnortswechsel damit, dass du ausreichend Platz benötigst, damit dich deine Kinder jederzeit besuchen kommen können.

    Wenn du unterhaltspflichtig bist, kannst du dich auch häufig von den GEZ-Gebühren (ca. 240,- Euro pro Jahr) befreien lassen (einfach eine E-Mail an: [email protected] schreiben und unverbindlich nachfragen!).

    Was reduziert den Unterhalt?

    Nach einer Trennung sollen die eigenen Kinder selbstredend nicht mehr als unbedingt nötig leiden. Dennoch ist es für einige Elternteile nur schwer möglich, den Kindesunterhalt in voller Höhe aufzubringen.

    In diesem Ratgeber erfährst du, mit welchen Tricks du den Unterhalt kürzen kannst oder den Unterhalt für ein leibliches Kind sogar ganz umgehst. Und hier warten tausende alleinerziehende Singles, dich jetzt kennenzulernen (gratis!) …

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    Wie viel Unterhalt du für dein Kind 2023 bezahlen musst, kannst du der Düsseldorfer Tabelle entnehmen. Du bist für deinen Nachwuchs auch dann noch unterhaltspflichtig, wenn dein Kind älter als 18 Jahre ist und noch nicht wirtschaftlich selbstständig. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn dein Sohn oder deine Tochter studiert oder eine Ausbildung in einer anderen Stadt aufgenommen hat. Die Höhe des Kindesunterhalts richtet sich nach dem Lebensalter deines Kindes, aber auch deine finanzielle Situation hat Einfluss darauf, wie viel Unterhalt du deinem Kind zahlen musst. Hier findest du im Übrigen alle Infos zum Thema Bürgergeld für Alleinerziehende.

    Es gibt gesetzliche Regelungen, wie viel Geld dir selbst als Elternteil monatlich zur freien Verfügung bleiben muss. Auch als Unterhaltspflichtiger hast du ein Recht darauf, selbst noch gut leben zu können, obwohl du dich von deinem Partner oder deiner Partnerin getrennt hast. Ein einfacher und häufig genutzter Trick, um den Unterhalt für das eigene Kind zu minimieren, ist es, die eigenen Lebenshaltungskosten zu erhöhen. Das kann zum Beispiel durch einen Umzug in eine größere Wohnung geschehen. Begründe deinen Wohnortswechsel damit, dass du ausreichend Platz benötigst, damit dich deine Kinder jederzeit besuchen kommen können.

    Wenn du unterhaltspflichtig bist, kannst du dich auch häufig von den GEZ-Gebühren (ca. 240,- Euro pro Jahr) befreien lassen (einfach eine E-Mail an: [email protected] schreiben und unverbindlich nachfragen!).

    Was darf beim Unterhalt nicht angerechnet werden?

    Unterhaltspflichten existieren bei fast jeder nahen Verwandtschaftsbeziehung. Bei unterhaltsberechtigten Kindern, Eltern, Ehe- und Ex-Ehegatten können die monatlichen Geldzahlungen für den Unterhaltspflichtigen erhebliche Belastungen darstellen. Deswegen billigt der Gesetzgeber den Unterhaltspflichtigen zu, über verschiedene Wege den Unterhalt zu reduzieren.

    Indem Sie geltend machen, gar nicht oder beschränkt leistungsfähig zu sein, kann sich die Unterhaltssumme erheblich verändern. Um das zu erreichen, müssen Sie monatliche Ausgaben und Belastungen geltend machen. Diese drücken Ihr tatsächlich verfügbares Einkommen rechnerisch und können dazu führen, dass Sie unter die Selbstbehaltsgrenzen rutschen.

    Achtung: Beim Ehegattenunterhalt gilt die Besonderheit, dass sich der Unterhalt nach den ehelichen Lebensverhältnissen richtet. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs ist allerdings der Selbstbehalt entsprechend der ehelichen Lebensverhältnisse flexibel. Lesen Sie dazu unseren Artikel zur Berechnung des nachehelichen Unterhalts.

    Die Höhe des Unterhalts richtet sich nach dem anrechenbaren (Netto-)Einkommen, in selteneren Fällen auch nach dem Vermögen des Unterhaltspflichtigen. Vom (Netto-)Einkommen werden dann Schulden und andere Belastungen abgezogen, so dass im Ergebnis das sogenannte unterhaltsrechtlich relevante bereinigte Nettoeinkommen verbleibt. Je geringer dieses Einkommen ist, desto geringer fällt regelmäßig die Unterhaltslast aus. Um den Unterhalt zu kürzen, müssen Sie monatliche Ausgaben haben, die als unterhaltsrechtlich zu berücksichtigende Ausgaben angerechnet werden und Ihnen dadurch materielle Vorteile bieten.

    Einige Beispiele dafür, wie Sie durch ein gesenktes Nettoeinkommen den Unterhalt kürzen, haben wir Ihnen hier zusammengestellt: