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Wie viel Steuern muss man bei Krankengeld nachzahlen?

Inhaltsverzeichnis:

  1. Wie viel Steuern muss man bei Krankengeld nachzahlen?
  2. Warum muss man Steuern nachzahlen wenn man Krankengeld bekommen hat?
  3. Wie wirkt sich das Krankengeld auf die Steuererklärung aus?
  4. Wird Krankengeld automatisch an das Finanzamt gemeldet?
  5. Wie hoch ist der Progressionsvorbehalt bei Krankengeld?
  6. Was bedeutet Progressionsvorbehalt bei Krankengeld?
  7. Wo wird in der Steuererklärung das Krankengeld eingetragen?
  8. Wo trage ich Krankengeld in der Anlage N ein?
  9. Wie kann man Progressionsvorbehalt umgehen?
  10. Wo trage ich Progressionsvorbehalt in Steuererklärung ein?
  11. Wie hoch ist der Steuersatz bei Progressionsvorbehalt?
  12. Wo trage ich in der Steuererklärung die Lohnersatzleistungen ein?
  13. Was trage ich in Zeile 31 ein?
  14. Ist Krankengeld ein Einkommen?
  15. Ist Krankengeld eine Lohnersatzleistung?

Wie viel Steuern muss man bei Krankengeld nachzahlen?

Aktualisiert am 27. März 2023

Das Wichtigste in Kürze

Warum muss man Steuern nachzahlen wenn man Krankengeld bekommen hat?

Die Bekanntesten dürften sein:  

  • Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit von der Agentur für Arbeit: beträgt pauschal gesagt ca. 60 % vom durchschnittlichen Netto, bei einem Kind oder mehreren ca. 67 %.
  • Krankengeld nach Ablauf der Lohnfortzahlung des Arbeitgebers von den Krankenkassen: liegt etwas höher als das Arbeitslosengeld.
  • Kurzarbeitergeld von der Agentur für Arbeit: In der Lohnabrechnung des Arbeitgebers tauchen diese Zahlungen als Netto entsprechend der ausgefallenen Stunden auf.

So wird bei Insolvenz des Arbeitgebers Insolvenzgeld für die letzten drei Monate des Arbeitsverhältnisses gezahlt und entspricht ungefähr auch dem Nettoverdienst.Verletztengeld wird bei Arbeitsunfällen durch die Krankenkassen ausbezahlt für die zuständige Berufsgenossenschaft in Höhe des Krankengeldes.

Das Elterngeld beträgt um die 67 %, ist einkommensabhängig und liegt bei mindestens 300 und höchstens 1.800 Euro.Übergangsgeld wird zum Beispiel von der Rentenversicherung für eine medizinische Reha gezahlt oder bei Umschulungen. Es liegt bei um die 70 % vom Bruttolohn, also letztlich nach meinen Erfahrungen so zwischen Arbeitslosengeld und Krankengeld.

Die Aufstellung ist nicht erschöpfend.

Wie wirkt sich das Krankengeld auf die Steuererklärung aus?

Krankengeld gehört zu den Lohnersatzleistungen und ist nach den Bestimmungen des Einkommensteuergesetzes steuerfrei, sodass keine Einkommensteuer auf das Krankengeld erhoben wird. Allerdings unterliegen Lohnersatzleistungen dem Progressionsvorbehalt, weshalb Sie das bezogene Krankengeld in der Steuererklärung angeben müssen. Zumindest dann, wenn Sie mehr als 410 € Krankengeld im Jahr bezogen haben. Progressionsvorbehalt bedeutet, dass der Steuersatz angewendet wird, der sich ergeben würde, wenn Ihre anderen Einkünfte und das Krankengeld regulär zu versteuerndes Einkommen wären. Damit unterliegt das Krankengeld an sich zwar keiner Besteuerung, wird jedoch bei der Ermittlung des anzuwendenden Steuersatzes mit einbezogen und ist somit nur bedingt steuerfrei.

Durch den Progressionsvorbehalt soll im Übrigen lediglich sichergestellt werden, dass Arbeitnehmer, die kein Krankengeld beziehen, höher besteuert werden als Arbeitnehmer, die Krankengeld erhalten. Mithilfe unseres Progressionsvorbehalt-Rechners können Sie ganz einfach die Steuerlast durch den Bezug von Lohnersatzleistungen berechnen.

Die Krankenkassen müssen die geleisteten Zahlungen elektronisch an das für Sie zuständige Finanzamt melden. Damit Sie die gemeldeten Beträge auch korrekt in Ihre Steuererklärung eintragen können, werden auch Sie über die Höhe des Gesamtbetrages von Ihrer Krankenkasse informiert.

Wird Krankengeld automatisch an das Finanzamt gemeldet?

Um Krankengeld zu erhalten, müssen Sie keinen gesonderten Antrag stellen. Ihre Krankenkasse wird mit Ihnen Kontakt aufnehmen und die weitere Vorgehensweise abstimmen. Wichtig ist nur, dass Sie die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bzw. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, die Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin ausgestellt hat, direkt an Ihre Krankenversicherung senden – am besten per Einschreiben.

Wie hoch ist der Progressionsvorbehalt bei Krankengeld?

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Was bedeutet Progressionsvorbehalt bei Krankengeld?

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Wo wird in der Steuererklärung das Krankengeld eingetragen?

Wenn Du Krankengeldzahlungen aus der gesetzlichen Krankenversicherung erhältst, sind diese zwar grundsätzlich steuerfrei, Du musst das Krankengeld in der Einkommenssteuererklärung allerdings trotzdem angeben. Diese Zahlungen unterliegen nämlich dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass in der Steuererklärung alle Lohnersatzleistungen wie in etwa Krankengeld sowie alle anderen Einkünfte als ganz normales Einkommen betrachtet werden. Auf das so entstehende zu versteuernde Einkommen ist dann der entsprechende Steuersatz anzuwenden. Betroffen ist somit nicht nur das Krankengeld, sondern beispielsweise auch das Arbeitslosengeld I.

Eine Ausnahme besteht dann, wenn Du über eine private Krankenversicherung Krankengeld erhältst. Dieses ist grundsätzlich steuerfrei und unterliegt auch nicht dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass Du Krankengeld aus einer privaten Krankenversicherung nicht versteuern musst. Das Krankengeld aus privaten Kassen kommt im Gegensatz zu Krankengeld aus gesetzlichen Kassen auf entsprechenden Beiträgen zustande, ist also nicht durch das Solidarprinzip, sondern das Äquivalenzprinzip geprägt und muss demnach nicht in der Steuererklärung als Einkommen angegeben werden. 

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, eine Entgeltersatzleistung in der Steuererklärung korrekt anzugeben, wenn Du gesetzlich krankenversichert bist.

Wo trage ich Krankengeld in der Anlage N ein?

Wenn Du Krankengeldzahlungen aus der gesetzlichen Krankenversicherung erhältst, sind diese zwar grundsätzlich steuerfrei, Du musst das Krankengeld in der Einkommenssteuererklärung allerdings trotzdem angeben. Diese Zahlungen unterliegen nämlich dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass in der Steuererklärung alle Lohnersatzleistungen wie in etwa Krankengeld sowie alle anderen Einkünfte als ganz normales Einkommen betrachtet werden. Auf das so entstehende zu versteuernde Einkommen ist dann der entsprechende Steuersatz anzuwenden. Betroffen ist somit nicht nur das Krankengeld, sondern beispielsweise auch das Arbeitslosengeld I.

Eine Ausnahme besteht dann, wenn Du über eine private Krankenversicherung Krankengeld erhältst. Dieses ist grundsätzlich steuerfrei und unterliegt auch nicht dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, dass Du Krankengeld aus einer privaten Krankenversicherung nicht versteuern musst. Das Krankengeld aus privaten Kassen kommt im Gegensatz zu Krankengeld aus gesetzlichen Kassen auf entsprechenden Beiträgen zustande, ist also nicht durch das Solidarprinzip, sondern das Äquivalenzprinzip geprägt und muss demnach nicht in der Steuererklärung als Einkommen angegeben werden. 

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, eine Entgeltersatzleistung in der Steuererklärung korrekt anzugeben, wenn Du gesetzlich krankenversichert bist.

Wie kann man Progressionsvorbehalt umgehen?

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Wo trage ich Progressionsvorbehalt in Steuererklärung ein?

  • Zollanmeldung durch Post- und Kurierdienstleister
  • Beförderung durch die Deutsche Post AG
  • Beförderungen von Sendungen durch einen Kurierdienst
  • Fragen und Antworten

Sämtliche Waren kommerzieller Art aus einem Nicht-EU-Staat müssen mit einer elektronischen Zollanmeldung angemeldet werden. Dies übernimmt in der Regel der Post- oder Kurierdienstleister für Sie.

Für die Zollanmeldung sind nicht die Angaben in der Zollinhaltserklärung auf der Außenseite der Sendung, sondern die Angaben in den elektronischen Daten, die von der absendenden Post- oder Kurierdienstleister bzw. vom Versender übermittelt werden, maßgebend.

Post- oder Kuriersendungen mit Waren, die

Postsendungen, die die Deutsche Post AG im Rahmen des Weltpostvertrages befördert, werden in der Regel an ein Zollamt weitergeleitet, wenn

  • Angaben in den elektronischen Daten fehlen, unvollständig oder fehlerhaft sind, wie z.B.

    • Angaben zum Wert und/oder zum Inhalt der Sendung,
    • Angabe der EORI-Nummer bei Wirtschaftsbeteiligten,
    • Nachweise für Rückwaren,
    • Nachweise bei Reparaturen
  • die Sendung Waren enthält,

    • die Verboten und Beschränkungen unterliegen,
    • die wegen handelspolitischer Maßnahmen oder Bestimmungen des Außenwirtschaftsrechts besondere Förmlichkeiten erfordern.

Internetzollanmeldungen

Ausfüllhilfe zur Internet-Zollanmeldung-Einfuhr – IZA (insbesondere für Postkunden)PDF | 971 KB | Datei ist nicht barrierefrei

Wie hoch ist der Steuersatz bei Progressionsvorbehalt?

Aktualisiert am 27. März 2023 396.652 mal angesehen85% fanden diesen Ratgeber hilfreich

Das Wichtigste in Kürze

Wo trage ich in der Steuererklärung die Lohnersatzleistungen ein?

Lohn-, Entgelt- und Einkommensersatzleistungen wie beispielsweise Arbeitslosengeld I, Krankengeld oder Mutterschaftsgeld sind nach § 3 EStG steuerfrei, gehen also in Ihr zu versteuerndes Einkommen nicht ein. Sie unterliegen aber dem sog. Progressionsvorbehalt. Das hat folgenden Hintergrund: Infolge des progressiven Steuertarifs ist beim Bezug steuerfreier Einnahmen der Steuersatz auf die übrigen steuerpflichtigen Einkünfte niedriger, als wenn die steuerfreien Einnahmen steuerpflichtig wären. Diese Begünstigung der übrigen Einkünfte soll bei bestimmten steuerfreien Sozialleistungen mit dem Progressionsvorbehalt korrigiert werden, um die Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit sicherzustellen. Dadurch ergibt sich für Ihr übriges Einkommen immer ein höherer Steuerbetrag als nach dem gesetzlichen Steuertarif. Sie können dann die Jahres-Einkommensteuer nicht wie sonst anhand des Grund- oder Splittingtarifs errechnen.

Was trage ich in Zeile 31 ein?

Für das Steuerjahr 2019 muss das Finanzamt bis Ende Juli 2020 die Steuererklärung erhalten. Gerade für Berufseinsteiger lohnt sich die Arbeit. Denn im Schnitt können sie sich mehrere Hundert Euro vom Fiskus zurückholen.

Die erste Steuererklärung können Berufsanfänger spielend leicht erstellen. Der folgende Leitfaden zeigt in vier einfachen Schritten, worauf man beim Ausfüllen der Steuerformulare achten sollte.

Die Formulare können bequem von zu Hause auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen gefunden und ausgedruckt werden (www.formulare-bfinv.de). Mit der elektronischen Variante „Elster“ kann die Steuererklärung auch online erfolgen. Doch egal für welches Medium sich Steuerneulinge entscheiden, der Prozess bleibt der gleiche.

Der Mantelbogen ist das erste Formular in der Steuererklärung. Da hier neben persönlichen Daten auch Informationen zu der Bankverbindung eingetragen werden müssen, darf der Mantelbogen in keiner Steuererklärung fehlen.

  • Kreuzen Sie Zeile 1 an
  • Zeile 2 kreuzen Sie hier nur an, wenn Sie Kirchensteuer zahlen und einen Sperrvermerk bei Ihrer Bank für die Datenabfrage beim Bundeszentralamt für Steuern beantragt haben. Durch das Kreuz zeigen Sie, dass der Abzug noch erfolgen muss. Der Hintergrund: Auch für Kapitalerträge muss Kirchensteuer gezahlt werden. Seit 2015 wird diese im Normalfall automatisch durch die Banken zusammen mit der Abgeltungssteuer und dem Soli an das Finanzamt abgeführt – haben Sie dem nicht widersprochen, muss also kein Kreuz mehr gesetzt werden.
  • Zeile 3 können Sie freilassen – erst für die nächste Steuererklärung haben Sie eine Steuernummer. Diese können Sie im Folgejahr das erste Mal angeben. Alternativ kann die Steuernummer natürlich auch beim zuständigen Finanzamt beantragt werden.
  • Zeile 4: Manche Städte haben mehr als ein Finanzamt. Dann sind sie nach Stadtteilen bzw. Bezirken aufgeteilt. Der Name Ihres Finanzamtes wird hier eingetragen.
  • In die Zeilen 8-14 tragen Sie Ihre persönlichen Daten ein.
  • In den Zeilen 25-28 müssen Sie Ihr Konto angeben, auf das die mögliche Steuerrückzahlung überwiesen wird
  • Sorgen Sie mit einer privaten Altersvorsorge wie Riester- oder Rürup-Rente vor? Dann tragen Sie dies in Zeile 36 ein und geben Sie an, wie hoch die gezahlten Beiträge im vergangenen Jahr waren
  • Zeile 43 füllen Sie aus, wenn Sie Kirchensteuer bezahlt haben. Die Höhe der Beiträge steht auf Ihrer Gehaltsabrechnung
  • In Zeile 44 können Sie Ausgaben für eine Berufsausbildung oder ein Studium angeben, die im vergangenen Steuerjahr bezahlt wurden

Ist Krankengeld ein Einkommen?

Bei der Berechnung des Krankengeldes wird das Einkommen berücksichtigt, das eine versicherte Person vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit erzielt hat. Dabei werden verschiedene Einkommensarten in die Berechnung einbezogen.

Beim Krankengeld werden verschiedene Einkommensarten in die Berechnung einbezogen. Hierbei handelt es sich um Einkommen, das während der Zeit der Arbeitsunfähigkeit erzielt wird.

Ist Krankengeld eine Lohnersatzleistung?

Dazu gehören beispielsweise Krankengeld und Mutterschaftsgeld sowie weitere Entgeltersatzleistungen, die wir im Folgenden auflisten:

Wir übermitteln die Höhe und den Zeitraum der im gesamten Kalenderjahr gezahlten Entgeltersatzleistungen direkt auf elektronischem Weg an das Finanzamt.